Von Idli, Appam und Upma

Was vor sechs Monaten noch Fremdwörter für uns waren ist jetzt Frühstück. Anstelle von Brot mit Käse, Müsli oder Brötchen gibt es hier auch schon zum Frühstück Soßen mit vielen Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen. Einige Gerichte stelle ich euch hier vor.

Upma
Mein absolutes Lieblingsfrühstück! Und das obwohl ich Grießbrei nie wirklich mochte. Upma besteht nämlich zum größten Teil aus Hartweizengrieß (hier: Sooji genannt).
1.       Eine Tasse Hartweizengrieß in 1-2 EL Öl in einer Pfanne kurz anrösten. Dann aus der Pfanne holen und etwas abkühlen lassen.
2.       Etwa eine Handvoll Erdnüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten. (optional)
3.       3-4 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Sobald das Öl heiß ist, ½ -1 TL Kreuzkümmelsamen hinzugeben und aufplatzen lassen.
4.       Nun eine halbe oder ganze feingewürfelte Zwiebel dazu und glasig anbraten. Nach Belieben hier auch grüne Chillischote(n) und gewürfelten Ingwer hinzugeben.
5.       Wenn die Zwiebeln glasig sind, je nach Belieben salzen.
6.       Nun kommt das Gemüse: eine geraspelte Möhre und optional auch ein paar gefrorene Erbsen in die Pfanne geben und leicht anbraten. Kleingewürfelte Paprika, Frühlingszwiebeln oder Kohl würden sicherlich auch gut passen.
7.       Als nächstes etwa eine Tasse Wasser darauf gießen. Abdecken und köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
8.       Jetzt den gerösteten Hartweizengrieß einrühren. Auf eine Tasse Wasser sollte etwa die gleiche Menge Grieß kommen, die Mengenverhältnisse können aber nach Belieben variiert werden. Wir essen Upma immer sehr krümelig, aber in vielen anderen Rezepten ist die Konsistenz eher cremig und fest. Dafür muss dann mehr Wasser verwendet werden.
9.       Wer ein bisschen Crunch mag, kann nun auch die Erdnüsse dazugeben.
10.   Etwa fünf Minuten bei mittlerer Hitze gut rühren. Dann bei niedriger Hitze für weitere 5 Minuten ziehen lassen.

 


Fertig!!!
Die Mengenangaben sind alle eher pi mal Daumen, aber so in etwa kommt man zu Upma. Meistens essen wir es hier mit einer Soße aus braunen Linsen und einem Spiegelei.



Idli & Appam
Hierbei handelt es sich um Reisgerichte, die schon am Abend vorher zubereitet werden müssen. Das heißt: aus Reis, Hefe, Wasser, Salz, optional Kokosflocken und bei Idli auch Linsen wird im Mixer ein cremiger Teig hergestellt. Über Nacht überdeckt an einem warmen Ort aufbewahren und Schwupps ist er am nächsten Morgen riesig. Appam wird dann als Reispfannkuchen ohne Öl in einer Pfanne gebacken, während Idli in einem speziellen Idli-Kocher über Wasserdampf gegart wird. Man erhält somit kleine Reisküchlein. Sowohl Idli als auch Appam können gut mit Sambaar (eine Gemüsesoße) oder auch mit Kokosnusschutney gegessen werden. 

Idli im Idli-Kocher

Appam mit Banane und Kartoffelcurry





Natürlich hatten die Nonnen auch die Ehre, deutsches/europäisches Frühstück zu probieren. Zweimal die Woche stehen wir früher auf, um Pfannekuchen, Kaiserschmarren, Porridge, Arme Ritter oder Ähnliches zu machen. Auch das gute deutsche Pumpernickel haben sie probiert. (danke, liebe Familie!)

von Lisa

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