Field Visits mit CEROWC


Wie in einem früheren Blogartikel bereits erwähnt, zählen auch sogenannte Field Visits zu unseren Aufgaben. Aber was ist das überhaupt?
Bei Field Visits handelt es sich nicht um Ausflüge auf den Acker. Vielmehr ist mit „Field“ im NGO-Jargon die Zielgruppe der Projekte gemeint. Dazu gehören bei CEROWC die Menschen in den umliegenden Dörfern, insbesondere Frauen und Kinder. Eines der Projekte, die gerade durchgeführt werden, zielt auf die Stärkung von Frauen ab.
Konkret heißt das: CEROWC regt die Frauen dazu an, Selbsthilfegruppen (SHG) zu bilden. Abhängig von der Größe des Dorfes entstehen so etwa 4-10 Gruppen mit etwa 10 Frauen pro Gruppe.
Für jede SHG wird ein Bankkonto eröffnet. Das Ziel: die Frauen sollen lernen, zu sparen. Jede Gruppe legt individuell fest, wieviel gespart werden soll; pro Monat meist zwischen 100 und 200 Rupien pro Person. Mit dem Ersparten können dann Investitionen getätigt werden. Das können z.B. Ziegen oder Kühe sein, aber auch Samen oder bestimmte Feldmaschinen. Einige Gruppen legen das Geld auch für Notfälle, wie z.B. Krankenhausbesuche, zurück.
Bei den Field Visits treffen sich die Mitarbeiter von CEROWC mit den Mitgliedern der SHGs. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und dem gemeinsamen Singen eines Liedes beginnt das Meeting. Dabei soll die Entwicklung der verschiedenen SHG festgestellt werden: wieviel wurde gespart, wie gut wurde kooperiert? Wurden Investitionen getätigt mit dem angesparten Geld? Welche Effekte haben diese Investitionen?
Für uns ist es sehr interessant, diese Meetings mitzuerleben. Allerdings sind wir auf die Übersetzungen unserer Mentorin angewiesen; Englisch können die meisten Menschen in den Dörfern nämlich nicht. Daher können wir auch nichts aktiv zu den Meetings beitragen. Und so hat sich für uns eine andere Aufgabe ergeben: den jüngeren Mädchen bringen wir verschiedene Handarbeiten bei. In den letzten Wochen haben wir z.B. zusammen Armbänder genknüpft.

Viele Bewohner der Dörfer besitzen Kühe, Ziegen oder Hühner.
In den Dörfern wird zum Beispiel Reis angebaut.



Bei einem vorangegangenen Projekt hat CEROWC zusammen mit den Menschen aus den Dörfern Latrinen gebaut, um die Hygienischen Verhältnisse zu verbessern.























von Lisa

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